Monitoring

Informationen zum Elch-Monitoring

Monitoring – Methode

Seit 2013 wird am Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) ein passives Elchmonitoring durchgeführt. Ziel dieses Monitorings ist es, einen Überblick über die Anzahl der sich in Brandenburg aufhaltenden Elche zu gewinnen. Darüber hinaus werden Informationen darüber erfasst, in welchen Regionen Elche schwerpunktmäßig gesichtet werden, wie lange sie sich dort aufhalten und wohin sie anschließend weiterziehen oder ob sie sich dauerhaft ansiedeln.

Passives Monitoring bedeutet, dass das LFE keine eigenen Erhebungen zu Elchen in Brandenburg durchführt. Stattdessen werden eingehende Meldungen ausgewertet und dokumentiert. Diese liegen überwiegend in Form von Fotos, Videos oder Sichtungsberichten vor. Darüber hinaus werden Verkehrsunfälle mit Elchbeteiligung, Totfunde sowie Berichte in den Medien und sozialen Netzwerken erfasst. Ergänzend werden Nachweise wie Trittsiegel, Losung und abgeworfene Geweihstangen dokumentiert.

Das Elchmonitoring in Brandenburg ist auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Senden Sie uns Ihre Elchfotos, Videos oder Sichtungsmeldungen über das Formular „Elch melden“ und leisten Sie damit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung und zum Monitoring der Elche in Brandenburg.

Monitoring – Ergebnisse

Bis einschließlich 2025 konnten insgesamt 229 Elchmeldungen erfasst und ausgewertet werden. Die Daten des Langzeitmonitorings zeigen deutliche jährliche Schwankungen in der Anzahl der gemeldeten Elchsichtungen. Ein eindeutiger Trend im Sinne einer Zu- oder Abnahme der Meldungen über die Jahre hinweg ist jedoch nicht erkennbar.

Über alle Untersuchungsjahre hinweg wurden die meisten Elchsichtungen im September registriert. Dies lässt sich unter anderem durch die Brunftzeit erklären, während der Elche auf der Suche nach Geschlechtspartnern und geeigneten Lebensräumen teilweise große Distanzen zurücklegen. Die überwiegende Mehrheit der in Brandenburg nachgewiesenen Elche sind Bullen.

Während zwischen 2013 und 2015 lediglich in den entlang von Oder und Neiße gelegenen Landkreisen einzelne Elchbeobachtungen dokumentiert wurden, nahm ab 2016 sowohl die Anzahl der Sichtungen als auch die räumliche Verbreitung der Nachweise zu. Bis Ende 2021 waren somit in allen Landkreisen Brandenburgs mindestens einmal Elche nachgewiesen worden. Räumliche Schwerpunkte der Elchvorkommen liegen jedoch weiterhin in den östlichen Landkreisen Brandenburgs sowie im Naturpark Nuthe-Nieplitz, der durch den besenderten Elchbullen „Bert“ besondere Bekanntheit erlangte.